Spatenstich Solarpark

Die Hauptperson des Konsortiums war nicht zugegen, was dem Spatenstich zum neuen Solarpark in Nußloch keinen Abbruch tat. Die Sonne nämlich, die hatte sich hinter leichtem Nebel versteckt. Doch spätestens zu Silvester noch in diesem Jahr werden die Dezemberstrahlen dafür sorgen, dass die 21.200 Solarmodule Strom produzieren und die Elektrizität in das Stromnetz der EnBW einspeisen.

Die Machmeier Energy GmbH wird dieses 13 Millionen Euro Großprojekt betreiben, das in recht kurzer Zeit die Behördenmühlen durchlief und sich derzeit im Bau befindet. Nördlich und südlich der Kreisstraße nach Walldorf erstrecken sich die beiden Photovoltaikfelder, deren Schotterstreifen für die Module derzeit schon gut erkennbar sind. Auf diesen werden 150.000 laufende Metern Profil für die Unterkonstruktion verbaut, wie Jürgen Machmeier, Sandhausen, beim Spatenstich mitteilte. Er konnte neben Bürgermeister Karl Rühl auch Gemeinderäte und Projektbeteiligte begrüßen. Insbesondere sind dies die BKN Verwaltungsgesellschaft mit Helmut Bender und Michael Knopf als Grundstückseigentümer und Initiatoren sowie Jochen Rieger von der HEKA Energy. „In Nußloch sind wir mit unserer Idee auf offene Ohren gestoßen“, so Machmeier. Er spielte dabei auf das Projekt im Grenzhof in Heidelberg an, wo ebenfalls eine großflächige Photovoltaikanlage geplant war, die im Genehmigungsverfahren allerdings weiterhin auf der Stelle tritt.Die Grundstücksverhandlungen mit den Eigentümern in Nußloch verliefen problemlos, die MVV Regioplan erstellte die Unterlagen für die notwendigen Baugenehmigung, „die im Juni eingereicht wurden und bereits im Oktober wieder genehmigt vorlagen“, so der Geschäftsführer.

Wann immer möglich, wird das regionale Handwerk mit in die Arbeiten eingebunden. Machmeier nannte die Firma Orth aus Eppelheim, welche die Schotterstreifen anlegt, auf welche die Tragegestelle montiert werden, die als spezielle Fertigung von Stahlbau Müller aus Mauer gefertigt wurden. Die Bauunternehmung Stapf wird die Fundamentarbeiten für die 150 Wechselrichter übernehmen, die Firma Waibel sorgt für die  Verlegearbeiten. 5 Mega-Watt Leistung wird der Solarpark im Jahresmittel erzeugen. Natürlich wird das Areal entsprechend gesichert. Dafür werden 2 Kilometer Stahlgitter-Zaun errichtet, die DEKRA wird die Anlage abnehmen. Für Bürgermeister Karl Rühl ist dieser Spatenstich eine weiteres Bauwerk im westlichen Eingangsbereich der Gemeinde. „Wo früher ein Hotelbau angedacht war wird jetzt ein ökologisches Projekt angesiedelt“. 47 Fachbehörden wurden gehört, „und das in einem Tempo, was auch für mich eine neue Erfahrung war“.

Die Gemeinde Nußloch selbst ist über den Eigenbetrieb Wasserversorgung mit Anteilen an der Photovoltaikanlage beteiligt. Neben der Lindenschule und dem Dach der Olympiahalle ist dies die dritte große Anlage in der Gemeinde. Mit kräftigen Stichen in den sandigen Untergrund und einigen Würfen war der Spatenstich erfolgt. (Bericht: Roland Fink)
 


vlnr.: Thomas Weisbrod, GF Grundstücksgesellschaft, Jürgen Machmeier,
Bgm. Karl Rühl, Helmut Bender, Michael Knopf, Jochen Rieger
Bild: Gemeindeverwaltung

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