Neuigkeiten: Gemeinde Nußloch

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Aus dem Gemeindewald

Autor: Thomas Krastel
Artikel vom 15.05.2020

Waldzustandsbericht 2019: KIimawandel hat Wälder fest im Griff

Der Waldzustandsbericht Baden-Württemberg zeigt, dass der Klimawandel die Wälder fest im Griff hat. Dürre und Borkenkäfer schädigen die Bäume auf großer Fläche. Nach der extremen Hitze und Dürre der Vorjahre, die zu einer weitgehenden Austrocknung vieler Waldböden und zu starken Schäden an den Bäumen führten, zeigten sich 2019 erhebliche Schäden in den Wäldern. Die mittlere Kronenverlichtung der Wälder Baden-Württembergs stieg mit 27,5 Prozent auf den bisherigen Höchststand der gesamten Aufnahmeperioden seit 1985. Gegenüber der bereits 2018 angestiegenen Kronenverlichtung bedeutet dies eine weitere Erhöhung um 2,6 Prozentpunkte. Insgesamt gelten damit aktuell 43 Prozent der Waldfläche im Land als deutlich geschädigt.

Auch Baumarten, die seither als weitgehend klimatolerant eingestuft wurden, wie die Tanne, kommen nach zwei Trockenjahren in Folge an ihre Grenzen. Selbst die Eiche und auch die hier weit verbreitete Buche zeigen deutliche Schäden und bedeuten mit absterbenden Ästen und Kronenteilen eine große Gefahr für Waldbesucher und Waldarbeiter. Einst seltene und unbeachtete Schädlinge profitieren vom steigenden Brutangebot und vermehren sich stark.

Diese Trockenschäden und der Schädlingsbefall hinterlassen auch deutliche Spuren im Nußlocher Wald

Nicht nur die Fichtenbestände im Bereich Tannengarten hatten in der Folge mit Borkenkäferbefall zu kämpfen. Auch die Buche litt insbesondere an trockenen Standorten erheblich. Besonders betroffen ist der Distrikt Buchwald (Bereich hinter dem Waldsportplatz). Wegen der Flachgründigkeit des Bodens standen hier die Buchen besonders lange unter Trockenstress. Wie sich im Nachgang zeigte, für eine Vielzahl von Bäumen zu lange.

Das Schadensbild mit vertrockneten Baumkronen, abgebrochenen Kronenteilen und teils auch Verfärbungen der Rinde sowie Pilzbefall haben in Abstimmung mit dem Kreisforstamt bereits 2019 eine Entnahme dieser Bäume erforderlich gemacht. Als Waldeigentümer hat die Gemeinde für die Gefahrenabwehr Sorge tragen: die Vermeidung von unkontrolliertem Zusammenbrechen der Bäume als Gefahr für Waldbesucher, Anlieger und bei der Holzaufbereitung hat oberste Priorität. Auch die Schadensminimierung an der Naturverjüngung sowie eine Entwertung des Holzes müssen berücksichtigt werden. So kam man nicht umhin, im Winter 2019/2020 weitere Bäume zu fällen. Das Waldbild wurde dadurch stark verändert und überrascht aktuell so manchen Spaziergänger.

Beim Tannengartenweg wurde ein Großteil der Schadflächen im Nadelholzbereich 2019 bereits aufgeforstet.

Für die Schadflächen im Laubbaumbereich wird individuell ein Aufforstungskonzept erarbeitet, das unter Einbeziehung aller relevanten Parameter klimastabilere Baumkulturen entstehen lassen soll. Es wird hier einige Jahre Geduld brauchen, bis diese Maßnahmen auch im Waldbild ihre Wirkung entfalten können.

Die Gemeinde Nußloch wird gerne in einer öffentlichen Waldbegehung mit dem Revierleiter Herrn Reinhard ausführlichere Informationen zur Situation „in unserem Wald“ interessierten Bürgern näherbringen. Eine gemeinsame Waldführung lässt sich nach Lockerung bzw. Aufhebung bestehender „Corona Beschränkungen“ durchführen. Auch die Teilnahme an der Waldbegehung mit dem Gemeinderat im Oktober 2020 soll der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.