Aktuelles in Nußloch
Abschied und Neubeginn – die Pfarrei St. Aegidius entsteht
Erstelldatum28.11.2025
Die Seelsorgeeinheit Leimen–Nußloch–Sandhausen löst sich in ihrer bisherigen Form auf und wird Teil der neuen, größeren Pfarrei St. Aegidius. Ein Übergang, der Abschied und Aufbruch zugleich bedeutet. Stellvertretend für die Gemeinden Sandhausen und Leimen richtete Bürgermeister Joachim Förster persönliche Worte zum Abschied an die Seelsorgeeinheit.
Pfarrer Arul Lourdu, der über viele Jahre die bisherige Seelsorgeeinheit geprägt hat, ist nach Neu-Delhi gegangen und leitet dort nun die deutschsprachige Emmaus-Gemeinde. Für seine Arbeit hier gilt großer Dank, für seinen neuen Weg die besten Wünsche.
Vor Ort setzt Pfarrer Bernhard Pawelzik die Arbeit fort, die Pfarrer Lourdu über viele Jahre gestaltet hat. Er trägt mehrere Aufgaben gleichzeitig: Seit Januar ist er Pfarradministrator für die drei Orte, leitet zudem weitere Seelsorgeeinheiten und übernimmt die Rolle des Projektkoordinators für die neue Pfarrei St. Aegidius, die ab 2026 all diese Strukturen unter einem Dach zusammenführen wird. Er formt damit das Gerüst, auf dem die neue Pfarrei stehen wird, und wird danach selbst dort als Pfarrer tätig sein.
Seit März 2025 steht ihm Kooperator Georg Henn zur Seite. Er kümmert sich um die pastorale Betreuung und bringt genau das mit, was eine Umbruchphase braucht: Energie, Offenheit, Modernität und einen direkten Draht zu den Menschen.
Solche Veränderungen sind nicht nur organisatorisch, sondern haben auch gesellschaftliche Dimensionen. Kirche befindet sich, ähnlich wie Kommunen, Vereine oder soziale Einrichtungen, im Wandel: Weniger Personal, mehr Aufgaben, andere Erwartungen. Eines bleibt jedoch unverändert: Kirche ist ein wichtiger Partner für die Gemeinden – besonders in der Kinderbetreuung, in der Jugend- und Seniorenarbeit, in sozialen Projekten, bei der Integration und im kulturellen und gesellschaftlichen Miteinander, das das Gemeindeleben in Nußloch und Sandhausen sowie das städtische Leben in Leimen prägt.
Der besondere Dank gelte allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die über viele Jahre das Gemeindeleben gestaltet haben, sprach Joachim Förster den Anwesenden zu. Dank gebührt auch für die Gemeinschaft, die gewachsen ist, und dafür, dass dieser Übergang mit viel Verantwortungsgefühl gestaltet wird.
Er betonte, dass zwar heute ein Kapitel endet, die Geschichte jedoch weitergehe – größer, vernetzter und auf einem starken Fundament. Mit Pfarrer Pawelzik, der die Menschen und Orte kenne, sei die neue Pfarrei St. Aegidius in guten Händen.
Ein Satz aus Jesaja begleite diesen Übergang besonders schön: „Siehe, ich mache etwas Neues“ (Jes 43,19). Förster hoffe, dass er Zuversicht gebe für alles, was jetzt entstehe, und ermutige, gemeinsam die neuen Wege zu gehen.
