Aktuelles in Nußloch
Barrierefreiheit im Straßenverkehr für echte Teilhabe
Erstelldatum13.03.2026
Was in der Walldorfer Straße nach Baustelle aussieht, ist in Wirklichkeit der Weg zu echter Teilhabe – und das nicht nur hier, sondern an immer mehr Orten in unserer Gemeinde.
Überall, wo es nötig ist, gibt es nun einen cleveren „Bordstein-Mix“. An manchen Stellen ist er ganz flach (Nullabsenkung), damit Rollatoren, Kinderwagen und Einkaufstrolleys wie geschmiert auf die Straße rollen. Direkt daneben ragt er drei Zentimeter hoch. Kein Fehler! Diese Kante ist die „Stopp-Taste“ für blinde Menschen. Ihr Stock sagt: „Halt, hier beginnt bzw. endet die Fahrbahn.“
Die Noppenplatten im Boden sind nicht zur Zierde da oder um den Dreck aus den Schuhsohlen zu bürsten. Sie sind das „Braille der Straße“. Blinde Menschen lesen diese Noppen mit den Füßen oder dem Stock wie ein Buch, das ihnen sagt: „Achtung, hier passiert gleich etwas Wichtiges!“
In Nußloch gibt es inzwischen mehrere Stellen mit taktilen Bodensystemen und Nullabsenkungen – nicht nur an Kreuzungen, sondern auch an den bereits umgestalteten barrierefreien Bushaltestellen. Dort führen Noppen und Längsrillen die Füße wie auf Schienen, damit niemand aus Versehen in den Bussteig stolpert. Längsrillen zeigen die Richtung, Noppen signalisieren: „Hier anhalten, hier vorsichtig sein!“
Zusammen mit den neuen Signal-Ampeln gewinnen so alle an Sicherheit. Senioren mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen und blinde Mitbürger können sich endlich freier bewegen – und das ohne ungewollte Slalomübungen.
Das Ziel ist klar: Jeder Mensch soll in unserer Gemeinde überall hinkommen können. Das ist ein Recht für alle. Deshalb bauen wir Hindernisse ab und legen Wert auf echte Teilhabe an immer mehr Stellen in Nußloch.
