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Miteinander – Füreinander: Gemeinsam gegen die Ausbreitung der Tigermücke
Erstelldatum27.03.2026
Miteinander – Füreinander: Gemeinsam gegen die Ausbreitung der Tigermücke
Mit den steigenden Temperaturen im Frühjahr beginnt die Aktivitätsphase der Asiatischen Tigermücke. Da dieser invasive Schädling bevorzugt im direkten Wohnumfeld brütet und nur einen sehr geringen Flugradius hat, entscheidet die Vorsorge im eigenen Garten oder auf dem Balkon über die Lebensqualität im Sommer. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für einen gründlichen Check der Außenanlagen.
Erkennung von Larven und adulten Tieren
Zur effektiven Bekämpfung ist die Früherkennung der Larven entscheidend. Diese sind 5 bis 10 mm lang, wurmähnlich und haben einen dunklen Kopf. In Ruhephasen hängen sie senkrecht und kopfüber an der Wasseroberfläche, um zu atmen. Bei Erschütterung oder Schattenwurf tauchen sie mit einer typischen schlängelnden Fluchtbewegung blitzschnell ab. Sie finden sich ausschließlich im stehenden Wasser kleiner Gefäße.
Prävention im Frühjahr: Die erste Generation verhindern
Die Eier der Tigermücke sind extrem widerstandsfähig und können Frost überdauern. Sie kleben oft an den Innenwänden von Gefäßen knapp oberhalb der Wasserlinie. Sobald diese mit Regenwasser gefüllt werden, schlüpfen die Larven.
- Brutstätten beseitigen: Unnötige Wasseransammlungen in Eimern, Gießkannen oder Kinderspielzeug leeren und die Behälter umgedreht lagern.
- Gefäße reinigen: Alte Blumentöpfe oder Regentonnen vor der Nutzung gründlich mit einer Bürste ausschrubben, um klebende Eier mechanisch zu entfernen.
- Regentonnen sichern: Gefäße lückenlos mit einem feinmaschigen Mückennetz und Spanngurt abdichten. Ein loser Deckel bietet oft keinen ausreichenden Schutz.
- Abläufe prüfen: Dachrinnen und Gullys von Laub befreien, damit das Wasser ungehindert abfließen kann.
Biologische Kontrolle und strenge Einsatzrichtlinien
Können Wasseransammlungen in Gullys oder Regenspeichern nicht beseitigt werden, ist der Einsatz von BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) möglich. Dieser biologische Wirkstoff schädigt gezielt Mückenlarven, bleibt jedoch für Menschen, Haustiere, Bienen und Vögel unbedenklich.
Achtung: Der Einsatz unterliegt strengen Richtlinien. Es dürfen ausschließlich für den Haus- und Kleingartenbereich zugelassene Produkte (z. B. Tabletten) verwendet werden. Die Anwendung ist strikt auf künstliche Behälter begrenzt; in natürlichen Gewässern, Teichen oder Biotopen ist der Einsatz zum Schutz des ökologischen Gleichgewichts untersagt.
Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Gesundheitsamtes Baden-Württemberg (https://www.gesundheitsamt-bw.de/) oder im Flyer (PDF-Dokument, 4,49 MB, 26.03.2026).