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Seltener Fund im Brunnenfeld: Was hinter der Entdeckung der Wechselkröte steckt
Erstelldatum12.06.2026
Manchmal hält die Natur direkt vor der Haustür wunderbare Überraschungen bereit. Dem Umwelt- und Naturschutzbeauftragten Gunter Schwabbauer ist vor Kurzem ein besonderer Fund geglückt: Er hat im Brunnenfeld eine echte Wechselkröte entdeckt. Darüber freut sich die Gemeinde riesig, denn diese hübsche Kröte ist hierzulande leider extrem selten geworden und vom Aussterben bedroht. Dass sie sich ausgerechnet unsere Gemeinde als Zuhause ausgesucht hat, ist ein tolles Zeichen.
Die Wechselkröte ist ein faszinierendes Tier mit echten „Superkräften“. Ihr Name ist tatsächlich Programm, denn sie besitzt die Fähigkeit, ihre Körperfarbe anzupassen – ähnlich wie ein Chamäleon. Je nach Temperatur, Licht und Stimmung verändern sich die Pigmente ihrer Haut innerhalb weniger Stunden. In der prallen Sonne wird sie ganz hell, während sie im Schatten oder bei Kälte stark abdunkelt.
Optisch ist sie durch ihr auffälliges, grün geflecktes Camouflage-Muster auf hellem Grund und ihre metallisch grün-gelb leuchtenden Augen unverwechselbar. Auch ihre Stimme ist einzigartig: Zur Paarungszeit singen die Männchen mit einem hohen, trillernden Ruf, der fast wie das Zirpen einer Grille oder der Gesang eines Vogels klingt. Ursprünglich stammt die Art aus den Steppen Osteuropas und Asiens, weshalb sie extrem hitzeresistent ist und sogar Wasser über die Haut aus dem Morgentau aufsaugen kann.
Früher gab es Wechselkröten recht häufig, aber heute finden die Tiere kaum noch einen Platz zum Leben. Sie lieben es sonnig, offen und graben sich gerne in lockere, sandige Böden ein. Da heute aber viele Flächen zubetoniert sind oder schnell mit dichten Pflanzen zuwachsen, fehlen der Kröte schlicht die passenden Plätze.
Dazu kommt ein weiteres Problem: Für ihren Nachwuchs braucht die Wechselkröte flache, warme Pfützen und Tümpel, in denen keine Fische leben. Solche Gewässer trocknen heute durch das wärmere Wetter oft zu schnell aus oder werden zugeschüttet. Wenn die Kröten dann auf der Suche nach neuen Plätzen über die Straßen wandern müssen, wird es für sie oft lebensgefährlich.
Der Fund im Brunnenfeld zeigt, dass die Gemeinde der Wechselkröte ein gutes Zuhause bieten kann. Das Schöne ist: Beim Naturschutz können alle ganz einfach im eigenen Garten mithelfen. Wer der Kröte etwas Gutes tun möchte, lässt im Garten einfach mal eine sonnige Ecke mit Sand, Kies oder einem Steinhaufen unberührt – das sind perfekte Verstecke für den Tag. Falls ein Gartenteich geplant ist, gestaltet man ihn am besten flach und sonnig und setzt bitte keine Fische hinein, da diese den Krötennachwuchs fressen würden. Wenn dann noch auf Chemie und Pestizide verzichtet wird, bleibt auch genug natürliches Futter wie Insekten und Schnecken für die Tiere übrig. Zu guter Letzt hilft es der Kröte und ihren Artgenossen, wenn in feuchten Sommernächten rund um das Brunnenfeld besonders vorsichtig gefahren wird.
