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Raritäten im Steinbruch: Wie Gunther Schwabbaur Nußlochs Natur schützt
Erstelldatum10.07.2026
Wer an den Nußlocher Steinbruch denkt, hat meist große Maschinen und den aktiven Abbau durch Heidelberg Materials im Kopf. Dass das weitläufige Gelände gleichzeitig ein echtes Naturparadies ist, verdanken wir vor allem einem Mann: Gunther Schwabbaur. Seit vielen Jahren ist die Betreuung des Steinbruchs sein großes Herzensprojekt. Mit enormem praktischem Wissen sorgt unser Nußlocher Umwelt- und Naturschutzbeauftragter dafür, dass Wirtschaft und Artenschutz hier Hand in Hand gehen.
Wie erfolgreich seine Arbeit ist, zeigte Gunther Schwabbaur kürzlich dem Team des Landschaftserhaltungsverbandes (LEV) und Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde bei einer exklusiven Führung durch sein „Revier“.
Clevere Wellness-Oasen für seltene Frösche und Kröten
Ein Schwerpunkt von Schwabbaurs Arbeit liegt auf den Amphibien. Im Steinbruch leben echte Raritäten wie die Gelbbauchunke, die Wechselkröte und der Laubfrosch. Um ihnen das Überleben zu sichern, setzt der Naturschutzwart auf eine geniale Methode: Spezielle Edelstahl-Laichwannen. Was 2023 mit einer Spende des LEV an die örtliche NABU-Gruppe begann, hat Gunther Schwabbaur in Absprache mit dem Steinbruchbetreiber kräftig ausgebaut. Mittlerweile betreut er über 25 dieser künstlichen Kleingewässer.
Und das Konzept geht voll auf: Bei der Begehung wimmelte es in fast allen Wannen von Kaulquappen und Jungtieren. Dabei überließ Schwabbaur nichts dem Zufall und präsentierte den Fachbesuchern echte Tüftler-Lösungen: Selbstgebaute Gitter schützen den Nachwuchs vor gefräßigen Waschbären, und passgenaue Kokosmatten dienen den kleinen „Hüpferlingen“ als Ausstiegshilfe, damit sie sich am heißen Metall nicht die Füße verbrennen. Erstaunlich: Trotz der extremen Hitze der letzten Wochen musste dank der guten Konstruktion seit dem Frühjahr kein einziges Mal Wasser nachgefüllt werden.
Ein echter Allrounder für unsere Umwelt
Doch Gunther Schwabbaur kümmert sich nicht nur um die Tümpel. Bei der Tour wurde deutlich, wie vielfältig sein Einsatz im Steinbruch ist: Er schafft gezielte Lebensräume für Insekten, experimentiert mit Kulturversuchen für seltene Pflanzen und packt tatkräftig beim Kampf gegen das Verbuschen von Freiflächen an.
Die Experten vom LEV und der Naturschutzbehörde zeigten sich tief beeindruckt von dem tiefen Fachwissen und dem unermüdlichen Engagement unseres Naturschutzwartes. Für die Zukunft haben die Fachbehörden Gunther Schwabbaur bereits signalisiert: Wann immer er Unterstützung bei seinen großartigen Bemühungen im Steinbruch braucht, stehen sie bereit.
