Gesundheitsförderung: Gemeinde Nußloch

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HERZLICH WILLKOMMEN
IN NUßLOCH
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IN NUßLOCH

Hauptbereich

Gesundheitsförderung in der Gemeinde Nußloch

Die Gemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsförderung aller Nußlocher Bürger*innen zu optimieren. Dazu wurde im Jahr 2019 gemeinsam mit dem Mannheimer Institut für Public Health (MIPH) das Projekt „Gemeindebasiertes Case-Management mit Primärversorgungsnetz mit sektorübergreifender multiprofessioneller Prävention und Frühintervention zum Erhalt von Teilhabe und Lebensqualität“, kurz GECAM-NETZ ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts ist es, eine kommunale Gesundheitsstrategie zu entwickeln, welche die Vernetzung von bisher bestehenden Akteur*innen aus dem erweiterten Gesundheitsbereich der Gemeinde zu einem abgestimmten Gesamtsystem anstrebt. Das Projekt konzentriert sich dabei auf drei Lebensbereiche: (Vorschul)Kinder, Erwerbstätige, ältere Bürger*innen ≥ 65 Jahre.

Das Projekt GECAM-NETZ wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Hier auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen zum Verlauf des Projekts.

Start der Gesundheitsbefragung der Nußlocher Grundschuld- und Kindergartenkinder

Im Rahmen des Projekts GECAM-NETZ hat am Mittwoch, 20. Oktober 2021 bzw. Montag, 25. Oktober 2021 die Gesundheitsbefragung für die Kinder der 4. Klassenstufe der Grundschulen und Kindergartenkinder begonnen.

Mit der Gesundheitsbefragung sollen frühzeitig drohende psychosoziale Entwicklungsverzögerungen von Kindergarten- und Grundschulkindern identifiziert werden. Die Identifizierung der Förderbedarfe erfolgt durch wissenschaftlich evaluierte Fragebögen, welche durch das Mannheimer Institut für Public Health (MIPH) der Universität Heidelberg zusammengestellt wurden. Im Anschluss daran werden gemeinsam mit den verschiedenen Fachexpert:innen aus der Gemeinde auf die erfassten Bedarfe abgestimmte Fördermaßnahmen entwickelt und gezielt in den Lebenswelten eingesetzt. Erste Ergebnisse werden im Dezember 2021 erwartet. Im Sommer 2022 ist eine zweite Befragung geplant.

Gesundheitsbefragung der Mitarbeitenden der Gemeinde beendet

Start des physiotherapeutischen Gruppentrainings im Rathaus

Die im Rahmen des Projekts GECAM-NETZ durchgeführte Gesundheitsbefragung der Mitarbeitenden der Gemeinde endete am 08.09.2021. Von den eingeladenen Mitarbeitenden haben 50% an der Befragung teilgenommen. Einen großen Dank dafür!

Zur Förderung der muskoskelettalen und / oder psychologischen Gesundheit haben die betroffenen Mitarbeitenden die Möglichkeit, die im Rahmen des Projekts zur Verfügung gestellten Gesundheitsangebote (physiotherapeutisches Gruppentraining und/ oder psychologischer Online Kurs via App) kostenlos wahrzunehmen.

Das 9-wöchige physiotherapeutische Gruppentraining zur Förderung der muskoskelettalen Gesundheit hat am 15.09.2021 begonnen. Der Kurs wird von drei Therapeut:innen aus der Gemeinde durchgeführt (Frank Schmid, Physiotherapeut, https://www.physioconcept-nussloch.de/; Carmen Lott, Physiotherapeutin und Lehrerin für Alexandertechnik, http://www.alexandertechnik-lott.de/; Daniela Völker, Rückenschullehrerin und Gesundheits- und Individualtrainerin, https://www.zap-nussloch.de/zap-fitness.html). Der wissenschaftlich geprüfte psychologische online Kurs (HelloBetter, https://hellobetter.de/) zur Förderung der psychologischen Gesundheit kann individuell von den Mitarbeitenden der Gemeinde gestartet werden.

Im November werden die Mitarbeitenden der Gemeinde ein zweites Mal zur Gesundheitsbefragung eingeladen, um zu überprüfen, ob die angebotenen Gesundheitsmaßnahmen erste „Früchte getragen“ haben. Auch hier freuen wir uns wieder auf eine rege Teilnahme!

Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene

Nußloch auf dem Weg zu einer „gesunden Kommune“

Grundlage der aktuellen Überlegungen sind die großen Herausforderungen moderner Gesellschaften, die auch in Nußloch spürbar werden bzw. sind. Zu nennen sind hier v.a. 5 Punkte:

1. Die demographische Entwicklung

Die Gesellschaft altert, damit nehmen altersassoziierte und chronische Erkrankungen zu.

2. Der Klimawandel

Hier werden besonders vulnerable Gruppen der Bevölkerung durch die Extremwetterlagen (Hitze, Stürme, Starkregen) bedroht, was zu einer gesteigerten „Übersterblichkeit“ während sommerlicher Hitzeperioden führt.

3. Energieerzeugung und Mobilität

Wegen steigender Schadstoffemissionen, die ebenfalls die vulnerablen Gruppen (Kinder, ältere Menschen) am stärksten treffen, müssen die beiden genannten Punkte stärker als bisher auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet werden.

4. Digitalisierung

Sie reichert die Versorgung und die Prävention mit anderen Formaten an und hat eigene Risiken (z.B. Datenschutz).

5. Urbanisierung

Dieser Trend regt die Suche nach der Stadt/dem Ort der Zukunft an (mehr grün, mehr blau, mehr Nachbarschaft).

Welche Aufgaben ergeben sich hieraus für eine Kommune hinsichtlich dem übergeordneten Ziel eine „gesunde Kommune“ zu werden? Ein Bild soll das verdeutlichen:

„Bisher war es so, dass wir flussabwärts eingegriffen haben, um Ertrinkende zu retten und wiederzubeleben. Neu wird aber jetzt sein: Wir wollen flussaufwärts Brücken und Geländer bauen um zu verhindern, dass Menschen in den Fluss fallen und wir wollen das Schwimmen lehren, um das rettende Ufer aus eigener Kraft zu erreichen.“ (Entwicklung und Befähigung zur Gesunden Kommune, hrsg. von der Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg und dem Ministerium für Soziales und Migration Baden-Württemberg, Juli 2020, S.5)

Das heißt nichts anderes, als dass wir Programme der Gesundheitsförderung auf der kommunalen Ebene etablieren sollten, nicht nur aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie. Wir müssen den gesetzlichen Auftrag der kommunalen Daseinsvorsorge strategisch erweitern, indem wir eine „gesunde Kommune“ als soziale Gemeinschaft entwickeln, in der möglichst alle gesund leben und sich wohlfühlen. Damit soll die Gesundheit als zentrales Politikfeld auf die Agenda des kommunalen Entscheidens und Handelns gesetzt werden.

Es geht aber nicht mehr um verhaltensorientierte Appelle und Maßnahmen, sondern um ein sanftes „Anstupsen“, um Menschen auf den Pfad gesunden Verhaltens (z.B. Bewegung im Alltag) zu lenken.

„Im Alter ist Gesundheit anders als in der Jugend. Gesundheit von Frauen ist anders als jene von Männern [...]. Die Lebenslage und die Lebensweise beeinflussen den aktuellen Zustand und den Prozess. Auch die Zugehörigkeit oder das `´Eingebundensein´ (belonging) in ein soziales Netz, die Arbeitsbedingungen und die sozioökonomische, kulturelle und physische Umwelt beeinflussen Gesundheit“ (ebenda, S. 11)

Was sind jetzt konkrete Aufgaben, denen sich unsere Gemeinde stellen muss? Zunächst stelle ich hier die Theorie dar: In einem ersten Schritt sollten Ziele definiert werden, dann sollte man die Bedarfe (z.B. hohe Inzidenzen von Übergewicht und Fettleibigkeit von Kindern oder auffällig hohe Feinstaubwerte etc.) und Ressourcen (z.B. vorhandene Angebote, Naherholungsflächen etc.) für die Gesundheit ermitteln. Daraus sollte ein kommunaler Gesundheitsbericht, der die Stärken und Schwächen der Kommune aufzeigt, entstehen. Auf dieser Analyse aufbauend wird dann ein Wirkmodell (logisches Modell als Programm oder lokale Theorie) formuliert. Letztendlich sollte ein Monitoring sicherstellen, dass Arbeitsabläufe und Prozesse den sich ändernden Ausgangsbedingungen angepasst und die beabsichtigten Wirkungen erreicht werden.

Für die Weiterentwicklung ist eine Prozessevaluation […] notwendig. Das gesamte Vorgehen folgt damit den typischen Elementen eines Planungs- oder Deming-(PDCA-)Zyklus, in den Gesundheitswissenschaften auch in leicht abgewandelter Form als Public Health Action Cycle bekannt (ebenda, S. 10)

Gesundheit zu erhalten und zu fördern ist eine Querschnittsaufgabe aller Ressorts. Gefordert ist eine Strategie, die Gesundheit und Wohlbefinden während aller Lebensphasen (z.B. Kindheit, Jugend, Alter etc.) und in allen kommunalen Lebenswelten (Kindergarten, Schule, Arbeitsplatz, Wohnen) erhält und fördert. Soweit die Theorie.

In Nußloch haben wir mit Franziska Kramer-Gmeiner eine Fachfrau als Gesundheitsmanagerin, die diese Theorie mit Leben füllt und im Folgenden beschreiben wird, was konkret davon in Nußloch bereits umgesetzt wurde bzw. was für Pläne es gibt, aus unserer Gemeinde eine gesunde Kommune werden zu lassen.

Wolfgang Schneider, stellvertretender Bürgermeister

Der Startschuss für die Mission „gesunde Kommune“ erfolgte bereits Ende 2019, als die Gemeinde Nußloch vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württembergs eine Förderzusage für das Projekt „Gemeindebasiertes Case-Management mit Primärversorgungsnetz mit sektorübergreifender multiprofessioneller Prävention und Frühintervention zum Erhalt von Teilhabe und Lebensqualität“ – kurz GECAM-NETZ – erhalten hat. Ein ziemlich sperriger Name, der nicht viel über die Inhalte und die Ziele für das Vorhaben „gesunde Kommune“ preisgibt. Was ist also nun das Ziel von GECAM-NETZ?

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, 1) die Gesundheitsversorgung der Nußlocher Bürgerschaft in den drei Lebensbereichen Kinder, Erwerbstätige und Bürger:innen im Alter von 65 Jahren und älter zu fördern und 2) in diesem Zusammenhang bestehende Akteur:innen aus dem erweiterten Gesundheitsbereich (z.B. Ärzt:innen, Apotheken, Kindergarten- und Grundschulleitungen, Therpeut:innen, Pflegedienste, etc.) stärker miteinander zu vernetzen. Neben diesem Hauptziel  wurden für jeden Lebensbereich Unterziele definiert.

Lebensbereich Kinder

Eine frühzeitige Förderung der Gesundheit ist die Basis für ein gesundes Leben im Erwachsenenalter. Daher ist im Bereich der Kinder das Ziel, drohende psychosoziale Entwicklungsverzögerungen von Kindergarten- und Grundschulkindern möglichst früh, am besten noch vor dem Eintreten zu identifizieren. Die Identifizierung der Förderbedarfe erfolgt durch wissenschaftlich evaluierte Fragebögen, welche nach den Sommerferien in allen Nußlocher Kindergärten und Grundschulen zum Einsatz kommen. Im Anschluss daran werden gemeinsam mit den verschiedenen Fachexpert:innen aus der Gemeinde auf die erfassten Bedarfe abgestimmte Fördermaßnahmen entwickelt und gezielt in den Lebenswelten eingesetzt. Die Analyse der Bedarfe erlaubt es, maßgeschneiderte Förderangebote in den Einrichtungen zu etablieren und die Gesundheit unserer Nußlocher Kinder damit gezielt zu fördern.

Lebensbereich Erwerbstätige

Gerade im Arbeitsalltag ist ein gutes und gesundes Wohlbefinden für ein produktives Arbeiten notwendig. Aus diesem Grund wird im Projekt GECAM-NETZ ein besonderes Augenmerk auf die Arbeitnehmer gelegt. Um krankheitsbedingten Fehlzeiten entgegenzuwirken, geht es hier vor allem um die frühzeitige Identifizierung von drohenden chronischen Einschränkungen im Hinblick auf muskoskelettale Einschränkungen und psychische Beschwerden. Dieses Vorhaben wird zunächst mit den Mitarbeitenden der Gemeinde durchgeführt. Die Identifizierung der Einschränkungen erfolgt in digitaler Form anhand von wissenschaftlich evaluierten Fragebögen. Auf diese Weise können die spezifischen Bedarfe der Mitarbeitenden exakt abgebildet und mit entsprechenden Gesundheitsmaßnahmen zeitnah gefördert werden. Im Rahmen des Projekts wurden hierfür Kontakte zu Therapeut:innen in und um Nußloch geknüpft, welche als Kooperationspartner die Durchführung der Maßnahmen unterstützen. Dadurch kann ein schnellerer Zugang zu einer spezifischen Gesundheitsversorgung gewährleistet werden. Die Gesundheitsbefragung für die Mitarbeitenden der Gemeinde wurde Anfang August gestartet, im September beginnen die Gesundheitsangebote.

Um jedoch die Gesundheit der gesamten Bürgerschaft zu fördern, ist das Ausweiten der Gesundheitsbefragung und das damit verbundene Therapieangebot auf die gesamte Bürgerschaft geplant.

Lebensbereich der Bürger:innen im Alter von 65 Jahren und älter

Der Fokus bei den über 65-jährigen Bürger:innen liegt ebenfalls auf der Identifizierung des Gesundheitszustandes. Im Speziellen werden die spezifischen Bedarfe im Hinblick auf Alltagsfunktionen, Multimorbidität, soziale Teilhabe und Verlust von Autonomie anhand von wissenschaftlich evaluierten Fragebögen erfasst. Im Nachgang ist es das Ziel, wie bei den zuvor beschriebenen Lebensbereichen auch, anhand der erfassten Bedarfe geeignete Gesundheitsmaßnahmen abzuleiten und mit den Nußlocher Fachexpert:innen und Akteur:innen aus dem Gesundheitsbereich (z.B. Sportvereine) entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und in der Gemeinde anzubieten. Im Spätsommer werden hierfür alle Nußlocher Bürger:innen dieser Zielgruppe postalisch zur Gesundheitsbefragung eingeladen. Wir freuen uns schon jetzt auf zahlreiche Teilnahmen.

Mit dem Projekt GECAM-NETZ legt Nußloch erste Meilensteine für den durchaus nicht einfachen Weg hin zu einer gesunden Kommune. Anhand der durch das Projekt gewonnenen Erkenntnisse können speziell auf die erhobenen Bedarfe zugeschnittene Förder- und Gesundheitsmaßnahmen konzipiert und durch entsprechende Akteur:innen in der Gemeinde angeboten werden. Ziel ist dabei die Entwicklung einer kommunalen Gesundheitsstrategie, welche eine niederschwellige, langfristige Gesundheitsversorgung für alle Bürger:innen in Nußloch schafft. Doch dies benötigt vor allem eines – Zeit.

Mit Blick in die Zukunft könnten die gewonnenen Erkenntnisse zudem dafür genutzt werden, um ein Gesundheitszentrum für alle Nußlocher Bürger:innen zu schaffen, in dem verschiedenste Gesundheitsangebote angesiedelt werden könnten.

Ich würde sagen: Nußloch ist auf dem richtigen Weg hin zu einer gesunden Kommune.

Franziska Kramer-Gmeiner. Gesundheitsmanagerin

Start der Gesundheitsbefragung der Mitarbeitenden der Gemeinde

Im Rahmen des Projekts GECAM-NETZ hat am Montag, 09. August 2021 die Gesundheitsbefragung für die Mitarbeitenden der Gemeinde gestartet.

Gerade im Arbeitsalltag ist ein gutes und gesundes Wohlbefinden für ein produktives Arbeiten notwendig. Aus diesem Grund wird im Projekt GECAM-NETZ ein besonderes Augenmerk auf die Arbeitnehmer gelegt. Um krankheitsbedingten Fehlzeiten entgegenzuwirken, geht es hier vor allem um die frühzeitige Identifizierung von drohenden chronischen Einschränkungen im Hinblick auf muskoskelettale Einschränkungen und psychische Beschwerden. Dieses Vorhaben wird zunächst mit den Mitarbeitenden der Gemeinde durchgeführt. Die Identifizierung der Einschränkungen erfolgt in digitaler Form anhand von wissenschaftlich evaluierten Fragebögen. Auf diese Weise können die spezifischen Bedarfe der Mitarbeitenden exakt abgebildet und mit entsprechenden Gesundheitsmaßnahmen zeitnah gefördert werden. Im Rahmen des Projekts wurden hierfür Kontakte zu Therapeut:innen in und um Nußloch geknüpft, welche als Kooperationspartner die Durchführung der Maßnahmen unterstützen. Dadurch kann ein schnellerer Zugang zu einer spezifischen Gesundheitsversorgung gewährleistet werden. Die Gesundheitsbefragung für die Mitarbeitenden der Gemeinde wurde Anfang August gestartet, im September beginnen die Gesundheitsangebote.

Um jedoch die Gesundheit der gesamten Bürgerschaft zu fördern, ist das Ausweiten der Gesundheitsbefragung und das damit verbundene Therapieangebot auf die gesamte Bürgerschaft geplant.

Das Gesundheitswesen in Nußloch vernetzen

Juni 2021

Wie geht es unserer Gemeinde eigentlich?

Mai 2021

Franziska Kramer-Gmeiner besetzt seit dem 01. April 2021 die Stelle der Gesundheitsmanagerin im Nußlocher Rathaus. Was sie dort genau macht und warum, will Sie Ihnen heute erklären:

Frau Kramer-Gmeiner, herzlich willkommen im Nußlocher Rathaus. Hatten Sie einen guten Start?

Lieben Dank. Mein Start war ganz wunderbar und herzlich. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Akteuren innerhalb der Gemeinde und den Austausch mit den Bürger*innen. Ich finde das Projekt sehr spannend und glaube, dass es eine Chance bietet, um nachhaltig etwas in der Gemeinde zu bewirken.

Nun holen Sie uns doch mal kurz ab. Um was für ein Projekt handelt es sich denn genau?

Ich setze das GECAM-NETZ Projekt für die Gemeinde Nußloch um. Ausgeschrieben bedeutet das Gemeindebasiertes Case-Management mit Primärversorgungsnetz mit sektorübergreifender multiprofessioneller Prävention und Frühintervention zum Erhalt von Teilhabe und Lebensqualität. Und nein, den Namen habe nicht ich entwickelt – der kommt vom Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württembergs. 

Bei diesem Projekt entwickeln wir eine kommunale Gesundheitsstrategie für die Gemeinde. Ziel ist es die bestehenden Akteure aus dem Gesundheits- aber auch Bildungsbereich miteinander zu vernetzen um die Gesundheitsversorgung innerhalb der Gemeinde zu verbessern und zu beschleunigen.

Bei eben diesem Projekt liegt mein Hauptaufgabenbereich. Ich bin für die Konzeption, Planung, Umsetzung sowie Nachbereitung des Projektes verantwortlich, bin aber auch für die Verteilung der zugehörigen Fördergelder zuständig. Ich bin dabei nicht auf mich alleine gestellt, sondern arbeite hier in engem Austausch mit den Akteuren der Gemeinde wie etwa Ärzt*innen, Therapeut*innen aber auch den Bereichen um die frühkindliche Entwicklung und die Versorgung von älteren Bürger*innen zusammen. Als weiteren Kooperationspartner haben wir das Mannheimer Institut für Public Health (MIPH) unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Fischer an unserer Seite – schließlich handelt es sich hierbei um ein Forschungsprojekt.

Mit welchen Veränderungen können wir denn in den kommenden Jahren durch dieses Projekt rechnen?

Wir haben das Projekt in verschiedene Zielgruppen aufgeteilt – Kinder, Erwerbstätige und Ältere. Das Ziel im Bereich der Kinder ist es Entwicklungsverzögerungen frühzeitig aufzudecken und betroffene Kinder entsprechend zu fördern. Bei den Erwerbstätigen steht ebenfalls eine frühzeitige Aufdeckung von chronischen Einschränkungen wie etwa Muskel-Skelett-Erkrankungen oder psychische Belastungen im Vordergrund, die mit einer entsprechenden Prävention vermieden werden sollen. Bei unserer älteren Zielgruppe möchten wir die Autonomie erhalten und das soziale Miteinander sowie die Teilhabe fördern.

Am Horizont steht schließlich ein Zentrum für Bürgergesundheit – hier haben wir aber noch viel kreative und strategische Arbeit vor uns.

Wie geht’s denn jetzt aber unserer Gemeinde?

An der Beantwortung eben dieser Frage arbeiten wir mit Hochdruck. Durch unsere Untersuchungen möchten wir aufdecken, wo Entwicklungspotential für die Versorgung unserer Bürger*innen besteht und wie wir dieses optimieren können.

Ohne jetzt sagen zu können ob es der Gemeinde gesundheitlich gut oder schlecht geht möchten wir grundsätzlich, dass es ihr besser geht.  

Frau Kramer-Gmeiner, das war ein aufschlussreicher erster Einblick – vielen Dank. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren neuen Aufgaben – halten Sie uns auf dem Laufenden, ja?